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Als wir ankamen, waren die Pflanzarbeiten seit dem Morgen, den 04. Oktober 2013 in vollem Gange. Es herrschte bedeckter Himmel - also ideales Pflanzwetter. Uns wurde anhand der Parzellenkarte die Lage der einzelnen Baumportfolien, der Pflanzplan und die Lage der Drainagen erläutert. Auf dem Grundstück selbst ist keine Drainage nötig.
Auf der Fläche waren im Laufe des Jahres der Altbestand an Bäumen und Sträuchern komplett beseitigt worden. Auch waren mit dem Doppelkopf bereits im Abstand von 3 Metern ca. 10 bis 15 cm tiefe Furchen gezogen worden. Die Furchen sollen die Pflanzarbeit erleichtern und gleichzeitig eine mechanische Unkrautbekämpfungsmaßnahme darstellen.
Das verwendete Pflanzmaterial ist ca. 2 bis 3 Jahre alt und wurde bei der Wildkirsche und bei den Robinien mit Pflanzballen angeliefert. Die Espen (Pappeln) sind fast mannsgroß und werden ohne Topfballen gepflanzt. Der Wasserwagen war für den nächsten Tag bereits bestellt, um die Espen (Pappeln) "einzuschlemmen" also für einen guten Bodenschluss der Bäume mit der Erde zu sorgen.
Gepflanzt wurden die Bäume mit Hilfe eines "Rundspatens" der es ermöglicht, mit zwei einstichen ein ausreichendes großes Pflanzloch für z. B. die Wildkirsche zu schaffen, dessen Topfballen ja immerhin die Größe eines 8 Liter Eimers hat. Der Pflanzabstand in der Reihe beträgt 3 Meter, wobei eine Furche nur Espen (Pappeln) die nächste Reihe im Wechsel Robinien und Wildkirschen, die nächsten zwei Reihen wieder Espen (Pappeln) usw. gepflanzt werden.
Diese Anordnung hat den Vorteil, dass bei der späteren Holzernte sowohl Großmaschinen, wie z. B. selbstfahrende Hacker, aber auch die manuelle Handernte mit Motorsäge problemlos möglich ist. Auch ist bei diesem Pflanzabstand die Befahrbarkeit zwischen den Bäumen um z. B. das Unkraut zu mulchen problemlos möglich.
Das Grundstück ist eben, perfekt erschlossen und zugänglich. Der Boden dürfte zwischen 35 bis 40 Bodenpunkte haben. Gegenüber dem Grundstück, auf der anderen Seite der Flurbereinigungsstraße sind Felder, auf denen Weizen oder Wintergerste gesät waren. Die Getreidepflanzen machten einen gesunden, vitalen Eindruck, so dass der Boden für unsere Laubbäume als sehr geeignet einzustufen ist.
Ein Baumportfolio mit den Kosten der Bundesrepublik kalkuliert, müsste nach Aussagen der handelnden Personen das 10-fache eines Baumportfolios in Litauen betragen. Durch das niedrige Kostenniveau, das passende Klima und die hervorragende Betreuung durch Fachpersonal darf eine sehr interessante Rendite erwartet werden.
Rudolf Götz
selbst Waldbesitzer